Rechtliche Risiken erkennen und Handlungssicherheit gewinnen
Medizinische und pflegerische Tätigkeiten sind mit einer hohen Verantwortung und vielfältigen rechtlichen Anforderungen verbunden. Behandlungs- und Pflegefehler, unzureichende Aufklärung, Dokumentationsmängel oder organisatorische Versäumnisse können erhebliche haftungsrechtliche Konsequenzen für Mitarbeitende und Gesundheitseinrichtungen haben. Dabei können neben zivilrechtlichen Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüchen auch strafrechtliche Konsequenzen drohen.
Fundierte Kenntnisse des Haftungsrechts sind daher unverzichtbar, um rechtliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Fehler zu vermeiden und im Berufsalltag rechtssicher zu handeln. Besondere Bedeutung kommt dabei der Einhaltung fachlicher Standards, einer ordnungsgemäßen Aufklärung und Dokumentation sowie klar geregelten Verantwortlichkeiten und Organisationsabläufen zu.
Ihr Nutzen
In unserem praxisorientierten Seminar vermitteln wir Ihnen die wesentlichen Grundlagen des medizinischen und pflegerischen Haftungsrechts. Sie erfahren, unter welchen Voraussetzungen eine Haftung entstehen kann, welche rechtlichen Pflichten und Verantwortlichkeiten bestehen und wie sich typische Haftungsrisiken durch geeignete Präventionsmaßnahmen reduzieren lassen. Anhand anschaulicher Fallbeispiele aus der Medizin und Pflege zeigen wir Ihnen, wie Sie rechtliche Fallstricke vermeiden, die Patientensicherheit stärken und mehr Handlungssicherheit im beruflichen Alltag gewinnen.
Inhalte
- Wann ist von einem Behandlungsfehler auszugehen, der tatsächlich strafrechtliche und wirtschaftliche Konsequenzen nach sich zieht? Wie hoch sind die nach deutschem Recht zu erwartenden Schmerzensgelder? Haben Arzt/Pflegekraft/Krankenpersonal Geld- oder gar Haftstrafen im Falle eines Behandlungsfehlers zu befürchten?
- Welche besonderen Beweislastregeln gelten bei Behandlungsfehlern? Wer muss was beweisen? Wann kommt es zur Beweislastumkehr und Erleichterungen beim Nachweis der Kausalität in Bezug auf den eingetretenen Gesundheitsschaden?
- Welche Schäden werden ersetzt? Wann müssen angestellte Ärzte*innen und Pflegekräfte selbst hierfür einstehen, wann ihr Arbeitgeber?
- Wie kann ich mich durch eine sachgerechte Dokumentation vor dem Vorwurf eines Behandlungsfehlers schützen?
- Wann ist ärztliche Aufklärung aus juristischer Sicht ausreichend?
- Wie unterscheiden und grenzen sich Befunderhebungsfehler, therapeutische Aufklärung und Risikoaufklärung voneinander ab?
- Wie geht man am besten mit Patientenbeschwerden und Schuldzuweisungen um?
- Wie können Haftungsklagen erfolgreich abgewehrt werden? Welche Möglichkeiten bestehen, um den Schaden möglichst klein zu halten?
- Welche Fristen müssen eingehalten werden?
- Welche Besonderheiten gelten bei der Arzthaftung in besonderen Situationen, am Lebensende oder im Notfall, wenn der Patient selbst nicht mehr ansprechbar ist?
- Aktuelle Fälle aus dem Arzthaftungsrecht
- Aktuelle Rechtsprechung zum Arzthaftungsrecht
- Neue Entwicklungen im Haftungsrecht
- Relevante Versicherungen
- aktuelle Themen der Berufs- und Betriebshaftpflichtversicherung
Zielgruppen
Mitarbeiter/innen aus dem ärztlichen Dienst, Geschäftsleitung, Risiko- und Qualitätsmanagement, Leitungsebene (Stations- und Pflegedienstleitungen) in Krankenhäusern und Rehakliniken
Referentin
Dr. Stephanie Haas, Rechtsanwältin, verfügt über weitreichende gerichtliche Erfahrung mit Gutachtern, Patienten, Krankenhäusern und Versicherungen, sowie in der Schlichtungsstelle der Landesärztekammern.

