Kodierung und Dokumentation im Entgeltsystem der Psychiatrie und Psychosomatik
Eine vollständige, regelkonforme Dokumentation und Kodierung ist eine wesentliche Voraussetzung für die sachgerechte Vergütung psychiatrischer und psychosomatischer Krankenhausleistungen. Die komplexen Anforderungen des PEPP-Entgeltsystems, regelmäßige Anpassungen der Kodierrichtlinien und zunehmende Prüfanforderungen durch den Medizinischen Dienst stellen hohe Ansprüche an die Qualifikation der Mitarbeitenden.
Gut ausgebildete PEPP-Kodierfachkräfte leisten einen entscheidenden Beitrag zur Kodierqualität, Erlössicherung und effizienten Gestaltung der Abrechnungsprozesse. Gleichzeitig entlasten sie das ärztliche, pflegerische und therapeutische Personal bei administrativen Aufgaben.
Bildungsziele
Die praxisorientierte Weiterbildung befähigt die Teilnehmer/innen durch Vermittlung der theoretischen Grundlagen und praktischen Übungen sicher mit den Anforderungen des neuen Entgeltsystems umzugehen und Aufgaben im Bereich Kodierung und Dokumentation übernehmen zu können. Die Abbildung von Diagnosen und Prozeduren in ICD und OPS sowie die Kodierrichtlinien werden durch praxisbezogene Vermittlung und Bearbeitung zahlreicher Beispielfälle erschlossen. Der sichere Umgang mit den Regelwerken und der Software, das Wissen über die Bedeutung optimierter Dokumentation und Kodierung und die korrekte Erfassung erlösrelevanter Sachverhalte sind das Ziel der Weiterbildung. Zusätzlich wird auf die Bedeutung der somatischen Diagnosen und auf das Management von Kassenanfragen und MD-Prüfungen eingegangen. Übungen anhand von Fallbeispielen und anonymisierten Patientenakten tragen zur Vertiefung des Praxiswissens bei.
Ausbildungsinhalte
PEPP – Struktur und Abrechnungsbestimmungen
- Entstehung und (Weiter-)Entwicklung des Entgeltsystems
- PEPP-Systematik / PEPP-Logik
- Abrechnungsbestimmungen (PEPP-Verordnung)
- Exkurs PEPP-Definitionshandbuch
Dokumentation und Prüfverfahrensvereinbarung
- Gesetzlicher Rahmen
- Prüfverfahrensvereinbarung (PrüfvV) und ihre Fallen / Prüfquoten
- MD-gerechte Dokumentation
Grundlagen Pauschalierende Entgelte für Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP)
- Kodierrichtlinien DKR-Psych 2026
- OPS-Dokumentation in Psychiatrie und Psychosomatik Teil 1
Erwachsenenpsychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie
- OPS-Dokumentation in Psychiatrie und Psychosomatik Teil 2
- Fallbeispiele
PEPP / MD-Abrechnungsprüfungen
- Die neue PPP-RL und ihre möglichen Auswirkungen
- Das MD-Verfahren und Erörterungsverfahren in der Praxis
- Beispiele und Übungen
- Monitoring von MD-Ergebnissen
Psychiatriespezifische Kodierung / Steuerung / Definitionshandbuch
- Erwachsenenpsychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie
- Dokumentation psychiatriespezifischer Diagnosen und Prozeduren am Beispiel
- PEPP – Gruppierung nach Definitionshandbuch PEPP 2026
- Steuerungsmechanismen der Gruppierung erkennen und anwenden
- Fallbeispiele
Zielgruppen
Mitarbeiter/innen in psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen, die sich mit dem pauschalierenden Entgeltsystem vertraut machen und für die Übernahme von Aufgaben in den Bereichen Dokumentation, Kodierung oder Abrechnung fit machen möchten.
- Gesundheits- und Krankenpfleger/innen / Pflegefachfrau, Pflegefachmann
- Med. Assistenzberufe (med. Fachangestellte, MTAs etc.)
- Klinikmitarbeiter/innen aus dem Casemanagement
- Klinikmitarbeiter/innen aus der Verwaltung und Patientenabrechnung mit Berufserfahrung
- Mitarbeiter/innen von Kostenträgern und des Medizinischen Dienstes (MD)
Hinweis für Quereinsteiger/innen
Auch Interessentinnen und Interessenten ohne medizinischen Hintergrund sind in unserer Weiterbildung zur PEPP-Kodierfachkraft herzlich willkommen.
Wir empfehlen in diesem Fall jedoch vorab den Besuch unserer Fortbildung Medizinische Grundlagen für NICHT-Mediziner/innen, um ein solides Verständnis zentraler medizinischer Begriffe und Abläufe zu gewährleisten.
Für Teilnehmende, die im Anschluss unsere Weiterbildung zur PEPP-Kodierfachkraft buchen, bieten wir einen exklusiven 50%-Sonderrabatt auf dieses Grundlagen-Seminar an.

