Haftungsrecht in der Medizin und Pflege
Kompaktseminar

Die Behandlung von Patienten wird in vielfältiger Weise ausgeübt und wo gearbeitet wird passieren Fehler. Nicht selten werden aufgrund mangelhafter Kommunikation vom Patienten Fehler vermutet und erst in einer nerven- und kräftezehrenden gerichtlichen Auseinandersetzung, wird dies widerlegt.

 

Das Seminar bietet einen Überblick über die aktuelle Rechtslage und erläutert an Beispielen aus der Praxis die häufigsten Haftungsrisiken, deren Ursachen und die rechtlichen Besonderheiten des Arzthaftungsrecht. Die Rechtsprechung hat hier besondere Beweislastregeln entwickelt, um den Belangen von Behandlern und Patienten Rechnung zu tragen. Kenntnisse der beweisrechtlichen Besonderheiten und des Umgangs mit den zur Verfügung stehenden Erkenntnismitteln sind entscheidend um Behandlungsfehlervorwürfen sicher begegnen zu können.

 

Erheben der Patient oder seine Angehörigen nach einem Zwischenfall bei der Behandlung gegen das Krankenhaus, den Arzt oder dem Pflegepersonal Vorwürfe, geht es darum, mit einer adäquaten Kommunikation mit den Betroffenen eine Strafanzeige und die damit verbundene Einleitung eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens zu vermeiden.

Ihr Nutzen
  • Sie erhalten einen Überblick über die Rechtslage (Haftungsrecht und Patientenrechtegesetz) und wie sie sich die Behandler wirksam schützen können.

  • Sie erhalten einen Überblick über die Haftung von Krankenhäusern, Ärzten/-innen und Pflegepersonal bei Behandlungs- und Pflegefehlern

  • Sie erhalten einen Überblick über die Anspruchsvoraussetzungen und die Möglichkeiten bei der Abwehr von Haftungsklagen

  • Sie erkennen mögliche Schwachstellen in Ihrem Haus

 Aktuelle Termine

Online (Zoom) - 03.02.2022

Kurs-Nr. K-22-016 / Freie Plätze

Bitte beachten Sie, dass die Anzahl an Plätze begrenzt ist.

Zeit

09:00 - 16:30 Uhr 

Teilnahmegebühr

€ 390,- zzgl. MwSt.

Leistungen

Seminarunterlagen, Teilnahmebescheinigung

Buchung per Fax und online

Zielgruppen

Mitarbeiter/innen aus dem ärztlichen Dienst, Geschäftsleitung, Risiko- und Qualitätsmanagement, Leitungsebene (Stations- und Pflegedienstleitungen) in Krankenhäusern und Rehakliniken

Inhalte​​
  • Wann ist von einem Behandlungsfehler auszugehen, der tatsächlich strafrechtliche und wirtschaftlichen Konsequenzen nach sich zieht? Wie hoch sind die nach deutschem Recht zu erwartenden Schmerzensgelder? Haben Arzt/Pflegekraft/Krankenpersonal Geld- oder gar Haftstrafen im Falle eines Behandlungsfehlers zu befürchten?

  • Welche besonderen Beweislastregeln gelten bei Behandlungsfehler? Wer muss was beweisen? Wann kommt es zur Beweislastumkehr und Erleichterungen beim Nachweis der Kausalität in Bezug auf den eingetretenen Gesundheitsschaden?

  • Welche Schäden werden ersetzt? Wann müssen angestellte Ärzte*innen und Pflegekräfte selbst hierfür einstehen, wann ihr Arbeitgeber?

  • Wie kann ich mich durch eine sachgerechte Dokumentation vor dem Vorwurf eines Behandlungsfehlers schützen?

  • Wann ist ärztliche Aufklärung aus juristischer Sicht ausreichend?

  • Wie unterscheiden und grenzen sich Befunderhebungsfehler, therapeutische Aufklärung und Risikoaufklärung voneinander ab?

  • Wie geht man am besten mit Patientenbeschwerden und Schuldzuweisungen um?

  • Wie können Haftungsklagen erfolgreich abgewehrt werden? Welche Möglichkeiten bestehen, um den Schaden möglichst klein zu halten?

  • Welche Fristen müssen eingehalten werden?

  • Welche Besonderheiten gelten bei der Arzthaftung in besonderen Situationen, am Lebensende oder im Notfall, wenn der Patient selbst nicht mehr ansprechbar ist?

  • Aktuelle Fälle aus dem Arzthaftungsrecht

  • Aktuelle Rechtsprechung zum Arzthaftungsrecht

  • Neue Entwicklungen im Haftungsrecht

  • Relevante Versicherungen

  • aktuelle Themen der Berufs- und Betriebshaftpflichtversicherung

Referentin

Dr. Stephanie Haas, Rechtsanwältin

Frau Dr. Haas verfügt über weitreichende gerichtliche Erfahrung mit Gutachtern, Patienten, Krankenhäusern und Versicherungen, sowie in der Schlichtungsstelle der Landesärztekammern.